Das kleine Gipslexikon
Entscheidend ist der Wassergehalt
Der im Steinbruch gewonnene Rohgips wird nach dem
Zerkleinern und Mahlen in einem Spezialofen gebrannt bzw. gekocht. Dabei werden
für die Herstellung von Baugips ca. drei Viertel des gebundenen Kristallwassers
ausgetrieben.
Das Abbinden des Gipses ist nichts anderes als die chemische Rückführung zu
Gipsstein. Dabei wird während der Erhärtung des Gipsmörtels
(Kristallisierungsvorgang) ein beachtlicher Teil des Anmachwassers als
sogenanntes Kristallwasser in den sich bildenden Gipskristallen gebunden. Das
Restwasser dunstet aus (Trocknung) und hinterlässt ein feines Labyrinth von
Poren und Kapillaren.
